FAQ
Print DownloadWas sind F.I.P.-Einheiten?
Die Wirksamkeit und Wirkstärke eines Enzymproduktes bemisst sich nicht wie bei den meisten anderen arzneilichen Wirkstoffen nach der Menge der darin enthaltenen Enzyme, sondern nach den Einheiten der enzymatischen Aktivität. International sind weitgehend die von der Féderation Internationale Pharmaceutique (F.I.P.) definierten Einheiten akzeptiert.
1 F.I.P.-Einheit entspricht der Enzymmenge, die in 1 Minute unter Standardbedingungen 1 μmol Substrat umsetzt.
Auch MUCOS Pharma verwendet zur Angabe der enzymatischen Aktivität ihrer Enzymprodukte die international anerkannten F.I.P.-Einheiten, die nach der so genannten Papain-Methode bestimmt werden.
Es existieren jedoch zahlreiche andere Messmethoden und Maßeinheiten für die Enzymaktivität, die sich von Hersteller zu Hersteller unterscheiden. Daher ergeben sich oft sehr unterschiedliche Angaben zur Enzymaktivität. Die Vergleichbarkeit von Enzymaktivitäten ist jedoch nur bei Bestimmung nach derselben Messmethode gegeben. Daher ist es meist leider nicht möglich, die angegebenen Enzymaktivitäten von Produkten unterschiedlicher Hersteller direkt zu vergleichen.
Hohe Tablettenanzahl täglich: wirklich notwendig?
Verglichen mit anderen pharmazeutischen Wirkstoffen sind Enzyme sehr groß. Die erforderliche tägliche Dosis kann daher nicht eine einzige Tablette verpackt werden, diese wäre schlicht zur groß zum Schlucken.
Ist eine Erstattung durch Krankenkassen möglich?
Gesetzliche Krankenversicherung:
Auf Beschluss des zuständigen Bundesausschusses sind nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel („OTC-Arzneimittel“) seit dem 1. Januar 2004 grundsätzlich nicht mehr durch die gesetzlichen Krankenkassen erstattungsfähig. Dies sagt jedoch nichts über Wirksamkeit und Sicherheit der OTC-Präparate aus. Auch nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel werden vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vor Erteilung einer Zulassung auf Wirksamkeit und Sicherheit geprüft.
Private Krankenversicherung:
Viele private Krankenkassen erstatten verordnete OTC-Arzneimittel. Im Einzelfall kann es auf den individuellen Vertrag des Patienten mit der jeweiligen Krankenkasse und die medizinische Notwendigkeit ankommen, inwieweit nicht verschreibungspflichtige (OTC-)Arzneimittel erstattungsfähig sind.
Was ist der Unterschied zwischen Wobenzym plus und Wobenzym p?
Wobenzym plus ist das stärkste Wobenzym-Präparat mit 1.215 F.I.P-Einheiten pro Tablette. Die hohe Enzymaktivität beruht auf der Kombination aus pflanzlichen und tierischen Enzymen. Wobenzym p dagegen ist die rein pflanzliche Alternative, bei der das Trypsin durch Papain aus der Papaya ersetzt wird. Die Enzym-Aktivität von Wobenzym p liegt allerdings niedriger: Bei 750 F.I.P.-Einheiten pro Tablette.
Wieso dürfen die Tabletten nicht zerkaut werden?
Enzyme sind Proteine, die normalerweise durch die Magensäure verändert und damit unwirksam würden. Daher haben alle Tabletten unserer Enzympräparate zum Schutz der Wirkstoffe einen magensaftresistenten Überzug, so dass die Enzyme erst im Dünndarm freigesetzt werden.
Das Zerkauen, Teilen oder Mörsern der Tabletten hätte zur Folge, dass die Präparate ihre Wirksamkeit verlören.
Warum darf Wobenzym nicht zu den Mahlzeiten genommen werden?
Die Enzyme in Wobenzym sind eiweißspaltende Enzyme. Bei gemeinsamer Aufnahme mit der Nahrung würden sie die Eiweiße in der Nahrung spalten und ihre Aktivität dabei verbraucht. Eine intakte Aufnahme der Enzyme, die Voraussetzung für ihre immunologische Wirkung bzw. Unterstützung ist, wäre dann nicht mehr möglich. Daher ist es wichtig, dass die Einnahme 30 bis 60 Minuten vor oder 90 Minuten nach einer Mahlzeit erfolgt.
Wie wirken die Enzyme in Wobenzym?
Die Enzyme in Wobenzym binden überschüssige Entzündungsbotenstoffe und beschleunigen so den natürlichen Ablauf von Entzündungsprozessen. Entzündungen und die damit verbundenen Schwellungen und Schmerzen* können dadurch schneller abheilen.
* als Folge von Verletzungen und verschleißbedingten Gelenkentzündungen (aktivierten Arthrosen)
Ist Enzymtherapie bei gleichzeitiger Einnahme von Gerinnungshemmern möglich?
Enzyme haben eine leicht blutverdünnende Wirkung. Die gleichzeitige Einnahme von Wobenzym plus mit Arzneimitteln, die die Blutgerinnung hemmen (Antikoagulanzien, Thrombozytenaggregationshemmer), kann die Hemmung der Blutgerinnung verstärken. Die Enzymtherapie ist dadurch nicht ausgeschlossen, es sollte zuvor jedoch eine Beratung durch den behandelnden Arzt stattfinden.
Ist Enzymtherapie bei Einnahme von Arzneimitteln (außer Gerinnungshemmer) möglich?
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder
anwenden bzw. vor kurzem eingenommen oder angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Bei gleichzeitiger Verabreichung von Wobenzym plus mit Antibiotika kann sich die Konzentration der Antibiotika im Blut erhöhen
Unsere Enzympräparate können ansonsten problemlos mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden. Je nach Erkrankung werden die Enzympräparate als Basismedikation angewandt und die genannten Arzneimittel nur gelegentlich als Akutmedikation eingenommen. Häufig kann bei der Akutmedikation eine Dosisreduktion erfolgen.
Lediglich bei Therapie mit Immunsuppressiva nach Transplantationen sollte die Enzymtherapie nicht eingesetzt werden, um jegliche Beeinflussung der immunologischen Vorgänge zu vermeiden.
Was ist bei der Anwendung vor und nach Operationen zu beachten?
Aufgrund der leicht blutverdünnenden Wirkung der Enzyme sollten Enzympräparate etwa vier Tage vor einer geplanten Operation abgesetzt werden.
Sobald die Nachblutungsbeobachtung abgeschlossen ist und der Chirurg/behandelnde Arzt bestätigt, dass keine Gefahr einer Nachblutung mehr besteht, können Enzyme wieder eingenommen werden. Dies ist in den meisten Fällen ca. 36 Stunden nach dem Eingriff bzw. nach Ziehen der Drainage möglich.
Sind Enzyme Doping?
Nein.
Sämtliche Enzymprodukte der MUCOS Pharma enthalten keine Substanzen, die nach der aktuellen Verbotsliste der NADA (Nationale Anti Doping Agentur) nicht erlaubt wären.
Die sonstigen Inhaltsstoffe unserer Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel sind Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Bioflavonoide, die auch mit der normalen Nahrung täglich aufgenommen werden.
Im Sinne der größtmöglichen Transparenz ist es für alle Sportler dennoch sinnvoll, die Einnahme jeglicher Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel offenzulegen.
Können Enzympräparate während Schwangerschaft und Stillzeit genommen werden?
Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Anwendung von Wobenzym plus kritisch abgewogen werden, da bisher keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
Fragen Sie vor der Einnahme oder Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat
Kann man eine Überdosis Wobenzym zu sich nehmen?
Basierend auf den üblichen Studien zur Sicherheit lassen die Daten keinerlei Gefährdung für den Menschen erkennen. Es gibt keine Berichte über Überdosierungen von Enzympräparaten. Aufgrund der toxikologischen Eigenschaften des Präparates sind diese praktisch nicht möglich.
Sind die Produkte BSE-sicher?
Ja.
Der Wirkstoff Chymotrypsin in unseren Präparaten wird aus der Bauchspeicheldrüse von Rindern gewonnen. Die Tiere, deren Bauchspeicheldrüsen für die Wirkstoffherstellung verwendet werden, stammen aus dem anerkannt BSE-freien Land Argentinien (Bestätigung durch WHO). Zudem zählt die Bauchspeicheldrüse nicht zum BSE-Risikomaterial. Um jegliches Risiko auszuschließen, werden im Rahmen des Herstellungsprozesses Sicherheitsmaßnahmen wie Virusinaktivierung und Virusfiltration durchgeführt. Damit können wir die BSE-Sicherheit unserer Enzympräparate uneingeschränkt bestätigen.