Zurück 10. April 2018

Training im Wasser: Nasser Spaß!

Bewegung im Wasser bietet viele Vorteile und kann sowohl zu Trainingszwecken als auch im Rahmen einer Reha genutzt werden. Tauchen Sie mit uns in das Thema ein!

Ob es um allgemeine Beweglichkeit, Muskelaufbau, die Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems oder um die Linderung von Gelenkschmerzen geht: Je nach Zielsetzung kann man sich verschiedene Aspekte des Wassers gezielt zunutze machen. Vor der Teilnahme an einem Kurs macht es in jedem Fall Sinn, mit der Kursleitung über die persönliche Zielsetzung zu sprechen und dabei auch offen die eigene körperliche Verfassung darzustellen. Viele Schwimmbäder, Fitness- oder Kurzentren bieten beispielsweise auch spezielle „Rheuma-Gruppen“ oder vergleichbare Angebote.

Vorteile des Trainings im Wasser

Wenn das vorrangige Ziel Fitness ist, liegt der Schwerpunkt der Übungen auf der Überwindung des Wasserwiederstandes. Dies kann durch zügige und ausgreifende Bewegungen im Wasser geschehen, beispielsweise indem auf einem feststehenden Fahrrad im Wasser „gefahren“ wird. Weiterhin kommen bei diesen Übungen sogenannte Auftriebskörper, beispielsweise Schaumstoffbretter, zum Einsatz. Je größer der Schwimmkörper ist und je tiefer er durch das Wasser bewegt wird, desto größer werden der Wiederstand und der damit einhergehende Trainingseffekt.

Bei Reha-Maßnahmen oder generell angegriffenen Gelenken wirkt die tragende Kraft des Wassers entlastend. Die Übungen werden tendenziell langsamer und schonender durchgeführt und die Trainer oder medizinischen Bademeister demonstrieren zum Teil unterschiedliche Ausführungsarten einer Übung, damit individuelle Anforderungen der Teilnehmer berücksichtigt werden können.

Das Element Wasser bietet auch gute Möglichkeiten, seine Koordination zu prüfen und zu stärken: Gleichgewichtsübungen wie das Balancieren auf einer Schaumstoffstange können gefahrlos und mit viel Spaß durchgeführt werden.

Das Herz-Kreislaufsystem wird bei allen Arten von Übungen gestärkt. Das Training birgt jedoch „versteckte“ Gefahren: Da die Übungen meist in Gruppen stattfinden, trauen sich manche Teilnehmer nicht, einer anstehenden Überlastung Ausdruck zu verleihen und überfordern sich möglicherweise. Auf diese Weise werden die positiven Effekte des Trainings schnell in Gegenteil verkehrt.

Aquafitness bei Entzündungen?

Bei entzündeten Gelenken muss klar zwischen einer chronischen und einer akuten Entzündung getrennt werden. Bei der akuten Entzündung wäre die Bewegung, gerade in warmem Wasser, ein zusätzlicher Reiz, der die Entzündung anfachen kann. Für chronische Entzündungen hingegen bietet das Training klare Vorteile, da die Gelenke sehr schonend in Bewegung gehalten werden, wodurch einer Versteifung vorgebeugt wird.

Bei Berücksichtigung der eigenen Grenzen bietet das Training im Wasser tolle Möglichkeiten, um Beweglichkeit zu erhalten und Fitness aufzubauen. Hinzu kommt der soziale Aspekt des regelmäßigen gemeinsamen Trainings in der Gruppe. Wer Spaß und Fitness miteinander verbinden will, ist im Wasser voll in seinem Element!

Laufen statt Schwimmen

Selbst Bewegungsmuffel wissen mittlerweile, dass ein tägliches Bewegen des Körpers wichtig ist um gesund und vital zu bleiben und die Gefahr von Herzinfarkt, Schlaganfall und Gelenkerkrankungen zu mindern. Idealerweise sollten wir es auf täglich 10.000 Schritte bringen. Umgerechnet sind das etwa fünf Kilometer, was eine ganze Menge ist und im Arbeitsalltag nur schwer umzusetzen ist.

An Effektivität gewinnt jeder Schritt, wenn er im Wasser stattfindet. Der große Vorteil von Wasserlaufen ist, dass keine Stoßbelastungen auftreten, die oft für Gelenkschmerzen und Verletzungen verantwortlich sind. Zusätzlich ist der Widerstand im Wasser höher, wodurch man mehr Kraft anwenden muss als beim Lauf an Land. Ob Aqua-Jogging oder Aqua Walking, der Sport wird im tiefen Wasser ausgeübt, man schwimmt nicht, sondern läuft durchs Wasser. Dazu trägt man Schaumgummi-Stiefel, einen Schwimmgürtel oder eine Schwimmweste und läuft oder joggt darin durchs Wasser. Aber nicht nur die Beine profitieren vom Training im kühlen Nass, auch die Hände und Arme bewegen sich, wie an Land ganz natürlich im gegengleichen Schwung vor und zurück. Der gesamte Körper wird beim Gang durchs Wasser perfekt trainiert und kann durch die besonderen physikalischen Eigenschaften des Wassers bis ins hohe Alter ausgeführt werden. Der Wasserauftrieb führt dazu, dass die Gelenke, Muskeln, Bandscheiben und Wirbelsäule entlastet werden. Ob Bandscheibenprobleme, Rückenschmerzen, Arthrose, Depressionen oder Gewichtsprobleme der Lauf durchs Wasser ist wie ein Jungbrunnen für Körper, Geist und Seele.

Um Schwindel beim Verlassen des Wassers vorzubeugen, ist es wichtig nach Beendigung des Trainings leichte Dehn- und Entspannungsübungen, sowie eine kurze Abkühlung auszuführen.

Sicherlich gibt es in Ihrer Nähe eine Therme, ein Hallen- oder Schwimmbad, in dem Sie in der Gruppendynamik die Technik des Aqua Joggings oder Aqua Walkings mit Spaß und Freude erlernen können.

Einfach mal abtauchen

Wollten Sie nicht schon immer mal die Natur von einer anderen Seite sehen? Was Sie beim Schnorcheln aus einer gewissen Entfernung entdecken können, bekommt beim Tauchgang eine neue Dimension. Eine Safaritour unter Wasser und eine faszinierende Welt entdecken- das alles ist Tauchen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten ist Tauchen kein Wettkampf, sondern ein Sport, der gemeinsam und in Ruhe ausgeführt wird. Oberste Tauchregel: „Niemals alleine!“

Im Vordergrund stehen  beim Tauchen  Naturerlebnis, Ruhe und die Faszination der glitzernden Unterwasserwelt. Positiver Nebeneffekt: Der ganze Körper ist schwerelos in Bewegung, was zum Ersten den Gelenken äußerst gut gefällt und zum Zweiten auch die Pölsterchen schwinden lässt.

Ein Anfang ist gar nicht schwer, da mittlerweile Tauchschulen und Anfängertauchkurse für sämtliche Altersgruppen in fast  jeder Stadt anzutreffen sind. Solche Kurse sind Pflicht, damit der Umgang mit der Ausrüstung und die Unterwasserkommunikation reibungslos funktionieren.  Die „Tauchersprache“ ist sehr wichtig um ein sofortiges Reagieren von Taucherkollegen bei Gefahren oder gesundheitlichen Defiziten zu garantieren. Sie unterscheidet sich gravierend von der „An-Land-Sprache“.  Zum Beispiel bedeutet „Daumen hoch“, was an Land „alles ok“ heißt, in der Unterwassersprache“ ich will nach oben“.

Aber so ein Tauchausflug hat noch viel mehr zu bieten.  Sie können die Flora und Fauna unter Wasser erleben und werden nach kürzester Zeit auch das Gefühl der Tiefenentspannung spüren, das sich einstellt. Wer jetzt allerdings meint man muss weite Flüge und Fernreisen in Kauf nehmen, um in den Genuss der Unterwasserwelt zu kommen, der irrt. Unsere heimischen Gewässer bieten jede Menge Faszinierendes für eine Erkundungstour unter Wasser und Kurse bieten heutzutage fast alle Frei-und Hallenbäder an. Der Tauchgang nach dem versunkenen Schiff mit dem wertvollen Schatz an Bord kommt erst viel später….

Wassersportarten für ein effektives Ganzkörpertraining

1.    Aqua-Zumba: Zu heißer lateinamerikanischer und internationaler Musik wird beim Aqua-Zumba den Dellen an Oberschenkeln und Armen der Kampf angesagt, die Ausdauer trainiert und den Kalorien zu Leibe gerückt…. gute Laune inklusive. Durch das Empfinden der Schwerelosigkeit im Wasser ist diese Sportart ideal für Einsteiger. Trotz vollstem Körpereinsatz werden die Gelenke geschont. Ein Ganzkörper-Training das die Figur formt, die Ausdauer trainiert dazu noch einen Riesen-Spaß macht!

2.    Aqua- Cycling oder Aqua-Biking: Radfahren unter Wasser schafft die Verbindung von klassischem Radeln an Land mit den wohltuenden und gelenkfreundlichen Eigenschaften des Wassers. Mit  speziell entwickelten Hydro-Bikes, die in ca. 1,30 m tiefen Wasser stehen, und dem Auftrieb des Wassers, ist ein bänderschonendes Ganzkörpertraining machbar. Positiver Effekt: Kräftigung der Muskulatur, Steigerung der Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems und der Fettstoffwechsel läuft auf Hochtouren. Durch das Training in der Gruppe und dem Einsatz von Musik ist zudem Spaß garantiert. Übrigens…Aqua-Biking ist fünf Mal so effektiv wie normales Radeln !

3.    Aqua- Pilates: Pilates im Pool? Ja, auch das gibt’s! Aqua-Pilates ist perfekt für alle, die im Wasser genussvoll etwas für ihre Figur tun wollen. Mit dem Aktivieren Ihres Kraftzentrums, dem sogenannten „Powerhouse“, richtet sich ihr gesamter Körper auf. Ihre Haltung wird deutlich verbessert, Rückenschmerzen gemildert, der Beckenboden gefestigt und die Verspannungen gelöst. Und nicht nur das: Die Muskeln werden gestärkt und gedehnt und die langsamen, konzentrierten Übungen, die mit bewusster Atmung durchgeführt werden, sind  überaus entspannend. Der Wasserwiderstand ist beim Aqua-Pilates das perfekte Trainingsutensil um Ihren Körper zu straffen und Cellulite zu vertreiben.

4.    Aqua- Thai-Bo: Thai- Bo ist eine Sportart, die Elemente aus asiatischen Kampfsportarten, wie Kickboxen, Karate und Taekwondo mit Aerobic-Schritten verbindet. Und genau das gibt’s nun auch unter Wasser. Mit pfiffiger Musik wird den Pfunden zu Leibe gerückt, der ganze Körper  intensiv beansprucht und trainiert. Der Kampf gegen den  imaginären Gegner ist durch den Wasserwiderstand deutlich intensiver und trotzdem äußerst schonend zu Gelenken und Bändern.

Viel Freude bei den All-inklusive-Angeboten…und bleiben Sie in Bewegung
Ihre Christine Schaich

Also, trau Dich!