Zurück 10. April 2018

Eine Frage der Haltung

Bewegung ist bei Gelenkbeschwerden unverzichtbar. Doch nicht jede Art von Bewegung ist geeignet, Gelenkbeschwerden zu verhindern oder zu lindern.

Selbst gelenkschonende Aktivitäten wie Schwimmen oder Radfahren, können durch eine falsche Haltung die Gelenke belasten. Hier haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie Fehlstellungen vermeiden können.

Schwimmen

Schwimmen ist besonders gut geeignet, um die Gelenke zu aktivieren. Allerdings kann eine falsche Technik bzw. Haltung Knie- und Hüftgelenke sehr belasten. Wichtig: Nur wenn ausreichend lange – 2 bis 3 Sekunden – ins Wasser ausgeatmet wird, können die einzelnen Schwimmzüge sauber ausgeführt werden. Beim Brustschwimmen ist es entscheidend, dass der Kopf nicht permanent komplett über Wasser gehalten wird. Der Grund: Diese Haltung führt zu Verspannungen der Rücken- und Nackenmuskulatur. Deshalb: Während der Gleitphase den Kopf als Verlängerung der Wirbelsäule zwischen den Armen ins Wasser ausstrecken. Beim Kraulen werden speziell die Schultergelenke beansprucht. Um diese Gelenke nicht noch zusätzlich zu belasten, bei der Seitenatmung den Kopf nicht isoliert drehen, sondern den ganzen Körper leicht mitdrehen.

 

Aquajogging

Beim Aquajogging trägt das Wasser den Großteil des Gewichts und der Widerstand des Wassers erhöht gleichzeitig die Effektivität der Übungen. Doch auch hier ist die richtige Technik entscheidend. Wichtig ist eine senkrechte Körperhaltung. Denn bei einer schwimmähnlichen Position werden die Knie unnötig strapaziert. Vor allem Anfänger sollten zunächst Bodenkontakt halten, um die richtigen Bewegungsabläufe zu erlernen. Die Füße bewegen sich wie an Land, die Arme schwingen entgegengesetzt mit. Fortgeschrittene, die im tiefen Wasser joggen, sollten unbedingt auf eine passende Auftriebshilfe (Schwimmgurt, Weste) achten. Ist der Auftrieb zu gering, wird das Joggen zur Qual. Bei zu starkem Auftrieb kann eine falsche Körperhaltung Beschwerden bereiten.

 

 

 

Ähnliche Artikel