Arthrose im Sprunggelenk & Schmerzen beim Auftreten

Im Sprunggelenk sind eine Vielzahl kleiner Knochen zusammengefasst. Eine Arthrose im Sprunggelenk (auch Fußgelenk oder Knöchel genannt)  kommt deshalb recht häufig vor. Anatomisch setzt sich das Sprunggelenk aus zwei Teilen zusammen: Das obere Sprunggelenk (OSG) ermöglicht das Heben und Senken des Fußes, das untere Sprunggelenk (USG) die Ein- und Auswärtsdrehung des Fußes. Im Gegensatz zur Arthrose in anderen Bereichen, wie zum Beispiel die Arthrose in der Hüfte oder im Knie, denen oft vor allem ein altersbedingter Gelenkverschleiß zugrunde liegt, trifft die Sprunggelenksarthrose häufig jüngere Patienten. Denn diese Form der Arthrose Da das Sprunggelenk  die Verbindung zwischen Fuß und Wade darstellt, sind die mit einer Sprunggelenksarthrose einhergehenden Einschränkungen der Belastbarkeit und Bewegungsfreiheit im Alltag sehr umfangreich.   Betroffen ist in der Regel das obere Sprunggelenk (OSG-Arthrose), weit seltener das untere Sprunggelenk (USG-Arthrose).  Insgesamt ist die Arthrose im Sprunggelenk eine der häufigsten Verschleißerkrankungen des Bewegungsapparats. In Abhängigkeit von Ursache und Umfang der Beschwerden können verschiedene Therapieoptionen von der konservativen, gelenkerhaltenden Behandlung bis hin zur Gelenkprothese in Betracht gezogen werden. Wie bei allen Formen der Arthrose ist es sinnvoll, frühzeitig die Symptome für eine Sprunggelenksarthrose zu erkennen und einen Arzt zu konsultieren, um einen voranschreitenden Gelenkverschleiß verlangsamen zu können. 

Inhaltsverzeichnis:

Ursachen einer Sprunggelenksarthrose – Verletzungsanfälligkeit des Sprunggelenks

Arthrose ist ganz allgemein eine schmerzhafte Verschleißerscheinung an den Gelenken. Sie entsteht, wenn der Knorpel, der als Puffer und Gleitschicht zwischen den Knochen des Gelenks liegt, dünner wird oder verschwindet, bis im schlimmsten Fall Knochen auf Knochen reibt. Bereits vorher können abgetrennte Knorpelfragmente oder Knochenabrieb im Gelenk zu Reizungen und Entzündungen führen. Die Auslöser oder Ursachen einer Arthrose können oft nicht eindeutig bestimmt werden. Vor allem besonders exponierte Knochen und Gelenke, die häufigen alltäglichen Belastungen ausgesetzt sind, leiden im Alter regelmäßig unter Gelenkverschleiß. Dazu zählen vor allem die Arthrose im Fuß oder eben die Arthrose im Sprunggelenk, die beide besonders oft durch Verletzungen und Fehlbelastungen entstehen. 

Das Sprunggelenk gehört zu den am stärksten belasteten Gelenken des Körpers. Arthrosen aufgrund von altersbedingtem Verschleiß (primäre Arthrose) treten hier trotzdem nur sehr selten auf – in den meisten Fällen ist die Sprunggelenksarthrose Folge eines Unfalls oder einer Verletzung (sekundäre Arthrose). Aus diesem Grund sind Sprunggelenksarthrosen häufig auch schon bei Menschen zu finden, die aufgrund ihres Alters sonst noch nicht von Arthrose betroffen sind. Zwischen dem auslösenden Ereignis (Trauma) und dem ersten spürbaren Auftreten von Beschwerden und Symptomen einer Arthrose im Sprunggelenk können allerdings Jahre oder sogar Jahrzehnte vergehen. Häufig ist eine Sprunggelenksarthrose also eine Folge mangelnder Schonung nach Sportverletzungen, besonders wenn diese von Knorpelschäden, sogenannten osteochondralen Läsionen begleitet werden. Auch Übergewicht und daraus resultierende Fehlbelastungen können frühzeitig zum Gelenkverschleiß und Schwinden der Knorpelschicht im Fußgelenk führen. Die gute Nachricht: Gehört eine solche Arthrose zu den sogenannten Sekundären Arthrosen“, können aktive Menschen ihr häufig effektiv vorbeugen durch ausreichende Bewegung und zielgerichtete Übungen, teils auch durch Korrekturen von Fehlstellungen des Fußes mit Einlagen..

Typische Ursachen für Arthrose im Sprunggelenk

  • Bänderrisse oder Überdehnungen der Bänder, beispielsweise durch Umknicken
  • Brüche und Frakturen in den angrenzenden Knochen
  • Rheumatische Entzündungsvorgänge oder neurologische Erkrankungen (z.B. Polyneuropathie oder Nervenläsionen)
  • Überlastung aufgrund von Übergewicht
  • Überlastung durch Sport
  • Mangelnde Bewegung
  • Knorpelschäden
  • Beinfehlstellungen, z.B. nach einem Bänderriss
  • Fußfehlstellungen wie Senkfuß, Hohlfuß und Klumpfuß
  • Bruch des Fersenbeins oder des Wadenbeins (Fibula)

Neben der häufigen Form der Arthrose im oberen Sprunggelenk kann auch das untere Sprunggelenk von Arthrose betroffen sein. Bei Schmerzen wird letzteres in der Regel operativ versteift. 

  • Diese Arthrose betrifft das Gelenk, welches im Unterschenkel Waden-, Schien- und Sprungbein miteinander verbindet.
  • Der Kopf des Sprungbeins hat eine runde Oberfläche, die sich nach hinten verbreitert. Wird er durch eine Verletzung oder Druckbelastung „verkippt“ oder versetzt, passen die anderen Gelenkbestandteile nicht mehr optimal in den Gelenkspalt hinein und im oberen Sprunggelenk entsteht eine Sprunggelenksarthrose.
  • Auch ein verkürztes Fersenbein oder eine Fehlstellung, die häufig nach einer Fersenbeinfraktur eintritt, kann die Funktionalität des Sprungbeines stark stören und so zu einer Arthrose im Fußgelenk führen.

Ursachen der Arthrose im unteren Sprunggelenk (Arthrose im USG)

  • Das Gelenk, welches Sprung- und Fersenbein verbindet, heißt Subtalargelenk. Es hilft einem Menschen dabei, auf unebenen Untergründen gehen zu können, und stützt den Fuß bei den daraus resultierenden seitlichen Kippbewegungen. Am Vorderfuß übernimmt das sog. Talonaviculargelenk (Verbindung zwischen Sprung- und Kahnbein) diese Funktionen. Gemeinsam bilden Subtalar- und Talonaviculargelenk das untere Sprunggelenk (USG). Es unterstützt die Ausrichtung der Knochen und somit die Stabilität des oberen Sprunggelenks substanziell.
  • So kann es nach einem Trauma wie z. B. einer Fersenbeinfraktur vorkommen, dass sich nicht nur eine Arthrose im OSG sondern auch im USG entwickelt. Denn das Fersenbein stützt vor allem das Sprungbein, welches wiederum oberes und unteres Sprunggelenk verbindet.

Es muss nicht immer ein Bruch sein: Kommt es zu einer Verletzung des Sprunggelenks, beispielsweise einer Zerrung oder Prellung beim Sport, ist die Stabilität des Gelenks beeinträchtigt, da die stützenden Bänder die beteiligten Knochen nicht mehr ideal in Position halten. Dies kann zu Fehlstellungen führen oder den Knochen dazu anregen, stabilisierende Auswüchse zu schaffen. Hinzu kommen die Entzündungen, mit denen der Körper auf das erlittene Trauma reagiert. All diese Phänomene greifen das Gewebe des Knorpels an, der als Puffer und Gleitmittel zwischen den Gelenkpartnern sitzt. In der Folge leidet der Knorpel, nutzt sich schneller ab, und eine Arthrose im Fußgelenk entsteht.

Doch es gibt Therapien und auch Übungen, welche zum Ziel haben, den Verlust der Lebensqualität und der Bewegungsfreiheit durch Schmerz zu vermindern und die Funktionalität des Sprunggelenks möglichst lange zu erhalten. Hierbei kann die Enzymtherapie von Wobenzym ein wichtiges Element der Behandlung sein.

Wie verläuft eine Sprunggelenksarthrose?

Ausgangspunkt der Arthrose im Sprunggelenk ist eine Schädigung des Knorpels, entweder ohne erkennbaren Grund bzw. aufgrund von genetischer Veranlagung (primäre Arthrose) oder durch einen Unfall wie beispielsweise eine Sportverletzung (sekundäre Arthrose). Der zweite Fall tritt deutlich häufiger auf und ist auch der Grund, weswegen diese bestimmte Form der Arthrose nicht erst im fortgeschrittenen Alter auftritt. Das geschädigte Gelenk durchläuft nun verschiedene Stadien.

  • Grad 0 – Gesunder Knorpel
  • Grad 1 – Der Knorpel „weicht auf“
  • Grad 2 – Es kommt zu strukturellen Schäden im Bindegewebe des Knorpels
  • Grad 3 – Teile des Knorpels lösen sich ab, er verliert seine Geschmeidigkeit
  • Grad 4 – der Knorpel bedeckt das Gelenk nicht mehr

Über die verschiedenen Stadien hinweg versucht der Knochen, die mangelnde Stabilität durch Auswüchse, sogenannte Osteophyten, zu beheben. In der Folge verknöchert das Gelenk und verliert an Bewegungsspielraum. Je weiter der Knorpel abbaut, desto häufiger kommt es zudem zu Reibung von Knochen auf Knochen, was zur Aufrauung der Gelenkflächen führt. Knorpel- und Knochenfragmente lösen sich und sorgen für zusätzliche Irritation. In der Folge entstehen Entzündungen, das Gelenk schwillt an, schmerzt und wird noch unbeweglicher.

Symptome der Sprunggelenksarthrose – typische Beschwerden

  • Anlaufschmerzen (Gelenk muss sich „warmlaufen“)
  • Belastungsschmerzen und Fehlbelastungen (Schonhinken)
  • Schwellungen
  • Knackende oder knirschende Geräusche
  • Ruheschmerzen (eher im Spätstadium)
  • Steifheit
  • Verlust von Kraft und Ausdauer
  • Fehlstellung des Sprunggelenks
  • Stechende und ziehende Schmerzen (stechende Schmerzen vor allem bei Kippbewegungen und beim Laufen auf unebenen Flächen), welche auch in Fuß und Unterschenkel ausstrahlen können

Die Symptome der Sprunggelenksarthrose sind vielfältig und ändern sich mit dem Voranschreiten der Arthrose. Um eine Sprunggelenksarthrose rechtzeitig zu erkennen, sollte vor allem nach Sportverletzungen und bei Auftreten eines der oben genannten Anzeichen ein Arzt aufgesucht werden.

In der Frühphase treten Beschwerden wie ziehende, tiefsitzende Schmerzen in erster Linie nach Belastungen auf, beispielsweise nach dem Sport oder nach Wanderungen. Daraus resultiert häufig die reflexartige Schonhaltung, das sog. „Schonhinken“, da die Muskeln die Belastung des Sprunggelenks verlagern, um Schmerzen zu vermeiden. Andauernde Schmerzen im Fußgelenk sowie anhaltende Schwellungen und Ruheschmerzen deuten hingegen auf eine bereits fortgeschrittene Arthrose hin.

Ursache der Schwellung ist in der Regel eine Entzündung, mit welcher der Körper auf erlittene Schäden reagiert –zum Beispiel auf die Gewebeschäden, die abgetrennte Knochen- und Knorpelstücke verursachen. Diese werden vom Gelenk gelöst, wenn Fehlstellungen oder Fehlhaltungen zu andauernder Fehlbelastung der Gelenkpartner führt. Des Weiteren kann es aufgrund der Fehlbelastung und Schonhaltung zur Entwicklung von Knochenauswüchsen kommen, den Osteophyten, mit denen der Körper versucht, die Belastung im Gelenk wieder gleichmäßiger zu verteilen. Auch diese Verformungen des Knochens (Sklerosierung des Knochens) reizen das umliegende Gewebe, was wiederum zu vielen kleinen Entzündungen führen kann. Diese Entzündungen können durch eine Enzymtherapie mit Wobenzym effektiv behandelt werden. Denn diese Therapie hilft dem Körper auf natürliche Weise, Entzündungen schneller ablaufen zu lassen. Und wenn Entzündungen schneller ablaufen, lassen auch Schmerzen schneller nach.   

Das geschädigte Sprunggelenk schmerzt zunächst gelegentlich bei Belastung, später häufiger, schließlich dauernd. Die Belastbarkeit und Ausdauer des Gelenks nimmt spürbar ab und es kommt zu Ermüdungserscheinungen. Typische Beschwerden sind in frühen Phasen die Anlaufschwierigkeiten, also Schmerzen und Steifheit im Gelenk nach Ruhephasen. Im fortgeschrittenen Stadium der Arthrose treten Schmerzen im Gelenk dann auch in Ruheposition auf.

Neben den Schmerzen treten weitere Symptome auf. Der Bewegungsradius wird eingeschränkt, entweder durch Verknöcherung und Verformung des Gelenks durch Osteophyten oder durch Belastungsschmerzen. Das Sprunggelenk kann bei Bewegung hörbare Geräusche wie Knacken oder Knirschen erzeugen. Auch Störungen im Bewegungsablauf sind eine mögliche Folge der Sprunggelenksarthrose, da Knochen- oder Knorpelteile das Gelenk blockieren können.

Diagnose - Wie stellt man eine Arthrose im Sprunggelenk fest?

Zur Diagnose der Fußgelenksarthrose stehen mehrere Mittel zur Verfügung. Der erste Schritt ist natürlich das Arzt-Patientengespräch. Werden hier die typischen Symptome (Schmerzen im Gelenk nach Ruhe oder bei Belastung, Steifheit, Schwellung etc.) genannt, liegt der Verdacht auf Arthrose im Sprunggelenk bereits nahe. Liegt zudem eine frühere Verletzung des Gelenks vor, beispielsweise durch einen Sportunfall, sind weitere Untersuchungen angeraten. Denn die eigentliche Ursache einer Arthrose im Fußknöchel ist in den meisten Fällen eine vorangegangene Beschädigung, und diese kann ohne weiteres Jahre oder sogar Jahrzehnte zurückliegen: Die aus der Verletzung hervorgegangene Fehlbelastung des Gelenks führt im Laufe der Zeit zu einem Abrieb des Knorpels, der als Puffer zwischen dem oberen und dem unteren Sprunggelenk liegt. Bei einer fortgeschrittenen Arthrose kommt es soweit, dass der Knorpel vollständig verschwindet und Knochen auf Knochen reibt. In diesem Stadium ist das Gelenk in der Regel chronisch schmerzhaft entzündet, sofern keine Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Bei Verdacht auf Sprunggelenksarthrose werden zunächst Gangbild und Stand der Patienten beobachtet und auf Fehlstellungen untersucht (Inspektion der Beinachse). Ein weiteres aufschlussreiches Verfahren ist die Fußabdrucksmessung oder Podometrie: Hierbei wird gemessen, wie die Füße Druck verteilen und welche Bereiche besonders schwer oder zu wenig belastet werden.

Bildgebende Verfahren wie das Röntgen oder die Untersuchung mittels Computertomographie zeigen dann meist klar die knöcherne Veränderung bzw. den Rückgang des weichen Knorpels. Der Gelenkspalt (der Abstand zwischen den Gelenkteilen) ist dann verkleinert oder fast ganz verschwunden, der Knochen selbst möglicherweise aufgrund der zunehmenden Belastung verdickt (sklerosiert) oder anderweitig verformt.

Gelenkerhaltende Therapie des Sprunggelenks

Wenn im Laufe der Zeit oder durch einen Unfall Knorpel und Knochen eines Gelenks beschädigt werden, sich zurückbilden oder Fehlbildungen entwickeln, kommt es zu Arthrose. Grundsätzlich ist eine Arthrose nicht heilbar, der Schaden an Knochen und Knorpel kann nicht rückgängig gemacht werden. Es gibt jedoch verschiedene effektive Maßnahmen, um das Voranschreiten der Arthrose zu verlangsamen. Das Therapieziel lautet im ersten Schritt generell, das Sprunggelenk oder das Gangbild zu erhalten. Gerade in der Frühphase der Sprunggelenksarthrose können Schmerzen mittels konservativer, gelenkerhaltender Maßnahmen gelindert werden. Zum Teil werden diese auch in Kombination oder nach einer operativen Therapie angewendet werden.

Das Schuhwerk hat großen Einfluss auf Gang und Stand und wirkt sich dementsprechend auch auf die Belastungsverteilung aus. Da die Sprunggelenksarthrose oft mit einer Fehlstellung des Gelenks einhergeht, beispielsweise durch eine Schonhaltung, können speziell angepasste dämpfende oder ausgleichende Einlagen oder speziell angepasste Schuhe der Fehlbelastung entgegenwirken. Auf diese Weise können Symptome gelindert und die Entwicklung der Arthrose verlangsamt werden.

Ziel der Physiotherapie ist der verbesserte Einsatz von Muskeln und Bändern am Gelenk, um den Fuß zu stabilisieren, Fehlbelastungen entgegenzuwirken und die allgemeine Bewegungsfreiheit zu erhöhen. Es gibt viele Übungen die dazu geeignet sind, das Fußgelenk zu stärken und die Muskulatur rund um den Knöchel aufzubauen. Oft kommen Kipp- oder Wackelbretter (Balance Boards) oder elastische Trainingsbänder zum Einsatz. Eigenständig zuhause durchgeführte Übungen sollten zuvor mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Die Enzymtherapie von Wobenzym wirkt sich direkt auf die schmerzende Entzündung aus, die mit jeder Arthrose einhergeht. Ursache diese Entzündung sind Reizungen und Schäden am Gewebe, die verursacht werden, wenn durch Fehlstellungen Knorpelteile abgerieben werden oder knöcherne Auswüchse (Osteophyten) entstehen. Die Enzyme in Wobenzym stellen auf natürliche Weise die Balance zwischen pro- und antientzündlichen Botenstoffen im Körper her und lassen diese dadurch schneller ablaufen. Sie wirken zudem abschwellend, wodurch die schmerzhaften Symptome direkt gelindert werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über den möglichen Einsatz der Enzymtherapie.

Bei Arthrosen kommen häufig Mittel wie Paracetamol, Diclofenac oder Ibuprofen zum Einsatz, um die Schmerzen zu behandeln. Schmerzmittel haben zwar keinen Einfluss auf die Ursache der Schmerzen, können sie aber vorübergehend abmildern. Grundsätzlich ist beim Einsatz von Schmerzmitteln jedoch Vorsicht geboten, da sie bei dauerhaftem Gebrauch schwere Nebenwirkungen haben können und zudem die Gefahr einer Überdosierung besteht. Schmerzmittel sollten längerfristig nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt eingesetzt werden.

Operative Therapie des Sprunggelenks

Wenn die Beschwerden bei einer Arthrose im Sprunggelenk überhandnehmen (Schmerzen im Gelenk nach Ruhe oder bei Belastung, Steifheit, Schwellung etc.) und konservative Verfahren allein keine Linderung mehr bringen, stehen verschiedene operative Möglichkeiten zur Verfügung. Bei allen Varianten ist nach der Operation die Unterstützung durch eine oder mehrere der oben genannten Maßnahmen angeraten. Lesen Sie hier mehr zum Einsatz von Enzymtherapie nach Operationen.

Bei der Versteifung des Sprunggelenks wird der Rest des beschädigten Knorpels vollständig entfernt und das obere Sprunggelenk wird mit dem Schienbein verschraubt. Die beiden Knochen werden zuvor so behandelt, dass sie im Laufe der Wochen nach der Operation zusammenwachsen. Die Arthrodese bietet mehrere Vorteile. Zum einen stellt sie die volle Belastbarkeit des Gelenks wieder her und ermöglicht einen weitgehend beschwerdefreien Gang. Zum anderen birgt sie im Vergleich zur Prothese nicht die Gefahr, dass diese sich im Lauf der Zeit löst und eine erneute Operation nötig macht. Ein möglicher Nachteil der Versteifung ist die damit einhergehende Veränderung des Gangbildes. Diese kann zu Einschränkungen im Sport führen und trägt auf lange Sicht die Gefahr neuer Fehlbelastungen aufgrund des veränderten Bewegungsablaufes in sich. 

Beim Einsatz einer Sprunggelenksprothese wird das beschädigte Fußgelenk entfernt und durch ein künstliches Gelenk ersetzt. Zunächst werden Knorpelreste entfernt und unerwünschte Knochenanbauten (Osteophyten) abgetragen. Anschließens wird ein Gelenk, bestehend aus zwei Titan-Teilen und einem dazwischenliegenden Gleitkörper, eingesetzt und verwächst im Laufe der Zeit mit dem Knochen. Ein solches Gelenk kann die volle, schmerzfreie Beweglichkeit des Gelenks wiederherstellen und wirkt sich dabei nicht oder nur wenig auf andere Gelenke und Gewebe aus. Allerdings besteht wie bei jeder Prothese die Möglichkeit, dass sie sich lockert oder löst, was eine erneute Operation erzwingt. In der Regel wird dann eine Gelenkversteifung unumgänglich. Sprunggelenksprothesen sind nicht geeignet bei Osteoporose oder extremem Fehlstellungen.

Das Ziel der Sprunggelenksarthroskopie ist die Entfernung von Knorpel- und Knochenfragmenten aus dem Gelenk. Diese treten infolge der andauernden Fehlbelastung des Gelenks auf und führen zu schmerzhaften Entzündungen, da sie das umliegende Gewebe reizen und verletzen können. Die Sprunggelenksarthroskopie (auch: Spiegelung des Sprunggelenks) ist eine minimal-invasive Operation, bei der lediglich wenige 1 bis 1,5cm lange Einschnitte vonnöten sind, durch die eine Kamera (Endoskop) sowie die Operationsinstrumente eingeführt werden. Anschließend werden lose Fragmente im Gelenk sowie überstehende Knochenteile entfernt. Der Eingriff belastet die Patienten vergleichsweise wenig und kann unter Teilnarkose erfolgen.

Die Knorpelzellentransplantation (Chondrozytentransplantation) ist ein Verfahren, das vor allem bei kleineren Schäden und jungen Patienten zum Einsatz kommen kann. Für die Transplantation werden körpereigene Zellen des Knorpelgewebes entnommen und im Labor weitergezüchtet. Das so entstandene Gewebe wird nach dem Einsatz vom Körper dementsprechend nicht als Fremdkörper angesehen und gut angenommen. Mit den Zellen können kleinere Schäden (bis 1,5 cm2) am Knorpel behandelt werden. Wichtig ist die gleichzeitige Behandlung der Ursache der Fehlstellung, da die neu eingesetzten Knorpelzellen sonst schnell wieder abgetragen werden und die Beschwerden erneut auftreten.

Die Sprunggelenksarthrose ist häufig Folge einer vorangegangenen Verletzung oder eines Unfalls, bei dem die Bänder in Mitleidenschaft gezogen wurden. Dadurch wird das Gelenk instabil und der Fuß ungleichmäßig belastet – es kommt zur Überlastung einzelner Punkte im Gelenk, und der übermäßige Abtrag von Knorpel setzt ein. In der Folge entsteht eine Arthrose. Die Bänder und ihre Stabilität spielen also eine tragende Rolle bei der Entstehung von Arthrose im Sprunggelenk und auch bei ihrer Behandlung. Wenn die Stabilität des Fußes durch eine Operation der Bänder wiederhergestellt und die Schäden durch Fehlbelastungen reduziert werden können, kann das Voranschreiten der Arthrose verlangsamt werden. 

Bei einer Osteotomie werden Fehlstellungen der Knochen operativ korrigiert. Diese Fehlstellungen oder Achsabweichungen können Auslöser einer Sprunggelenksarthrose werden, da sie zu einer ungleichmäßigen Belastung der Gelenke führen und so den punktuellen Knorpelabrieb begünstigen. Bei der Operation wird der betroffene Knochen durchtrennt und neu ausgerichtet, bevor er anschließend fixiert wird. Als Resultat des Eingriffs wird die Last auf das Gelenk wieder gleichmäßiger verteilt.

Übungen bei Arthrose im Sprunggelenk

Grundsätzlich sollte jedes eigenständig durchgeführte Trainingsprogramm erst mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, da jede Situation anders und nicht jede Übung für jeden geeignet ist. Es gibt aber viele verschiedene Übungen zur Kräftigung und Stabilisierung des Sprunggelenks, die ganz einfach zuhause durchgeführt werden können. 

Hilfsmittel für Übungen bei Sprunggelenksarthrose

Verschiedene geeignete Hilfsmittel für Übungen bei Arthrose im Sprunggelenk sind unter den Namen Kipp- oder Wackelbretter, Balance-Board oder Therapiekreisel bekannt. Während man auf Ihnen steht, muss man ständig das Gleichgewicht halten und Bewegungen in alle Richtungen ausgleichen. Das ist an sich schon eine Herausforderung, kann aber von erfahrenen Nutzern noch ausgebaut werden, indem gleichzeitig etwas in der Hand gehalten wird oder leichte Kniebeugen gemacht werden.

Ein weiteres häufig eingesetztes Werkzeug ist das elastische Trainingsband. Verschiedene Übungen sehen vor, das Band an den Enden zu fixieren und mit dem zu trainierenden Fuß in die entstehende Schleife zu treten. Dann wird mit dem Fuß in der Schleife Zug ausgeübt. 

Die Übungen ohne Hilfsmittel setzen in erster Linie auf eine sanfte Mobilisation des von Arthrose betroffenen Fußgelenks. Das Gelenk wird dabei gezielt belastet, beispielsweise durch Einbeinstand, Pendelbewegungen oder kleine Sprünge.

Durch die Übungen wird der Knorpel mit Nährstoffen versorgt und die umliegenden Bänder und Muskeln trainiert sowie gestärkt. Beides zusammen kann zu einer Stabilisierung des Sprunggelenks und einer Abnahme der Beschwerden führen.

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