Das Immunsystem – ein körpereigener Abwehrmechanismus

Ratgeber: Immunsystem

Das Immunsystem – ein körpereigener Abwehrmechanismus

Unser Körper ist täglich unzähligen Gefahren ausgesetzt. Häufig sind sie unsichtbar – Viren, Bakterien oder Pilzsporen lauern überall. Und sie alle nutzen unterschiedliche Mechanismen, um sich auszubreiten. Doch unser Körper verfügt über eine komplexe und effektive Abwehr gegen Krankheitserreger: das Immunsystem. Ein starkes Immunsystem ist daher unerlässlich für einen gesunden Körper.

Inhaltsverzeichnis

  • Bestandteile und Aufgaben des Immunsystems
  • Aufbau des Immunsystems – angeborene und erlernte Immunabwehr
  • Der Darm als wichtiger Teil der Immunabwehr
  • Starkes Immunsystem – starke Abwehr: Wie funktioniert das Immunsystem?
  • Stress und das Immunsystem
  • Ursachen eines schwachen Immunsystems
  • Symptome: Woran erkenne ich ein schwaches Immunsystem?
  • Welche Folgen hat ein geschwächtes Immunsystem?
  • Wie man einem schwachen Immunsystem vorbeugen kann
  • Maßnahmen, die das Immunsystem stärken bzw. wieder aufbauen
    • Konkrete Tipps bei Erkältungen
    • Lebensmittel
    • Sportarten
    • Hausmittel
    • Ergänzende Tipps
    • Übersicht – Welche Tipps helfen wann?
    • Zusammenfassung – 7 Tipps für ein starkes Immunsystem
  • Immunsystem und Nahrungsergänzungsmittel
  • Bei welchen Krankheiten muss das Immunsystem zusätzlich gestärkt werden?
    • Risikogruppen für ein geschwächtes Immunsystem
    • Krebs
    • Autoimmunerkrankungen
    • Immunsystem und Kortison
    • Weitere Krankheiten, die im Zusammenhang mit einem geschwächten Immunsystem stehen

Bestandteile und Aufgaben des Immunsystems

Täglich muss sich unser Körper gegen eine Vielzahl von Erregern zur Wehr setzen, dazu gehören zum Beispiel Bakterien, Viren und Pilzinfektionen. Bakterien sind in der Lage Krankheiten, wie Harnwegsinfekte, Keuchhusten oder eine Blutvergiftung, auszulösen. Viren sind Auslöser von z.B. Erkältungen oder Grippe, Magen-Darm-Infektionen oder Herpes. Pilzinfektionen machen sich in der Regel oberflächlich bemerkbar, beispielsweise als Fußpilz. Alle diese Erreger haben eines gemeinsam: Sie können dem Körper und damit der Gesundheit schaden, wenn sie die Gelegenheit haben einzudringen und sich zu vermehren. Doch ein starkes Immunsystem kann genau dies verhindern.

Bestandteile des Immunsystems (u.a.):[1]

  • Haut
  • Schleimhäute – halten Krankheitserreger auf
  • Magensäure  
  • Speichel
  • Darmflora
  • Abwehrzellen (Leukozyten, B-Lymphozyten, T-Lymphozyten)
  • Thymusdrüse – diese bildet T-Lymphozyten
  • Knochenmark – hier bilden sich ebenfalls Abwehrzellen
  • Blinddarm – er kann ebenfalls Immunzellen produzieren
  • Milz – sie speichert Abwehrzellen
  • Lymphknoten – sie fangen Krankheitserreger ab
  • Mandeln (Tonsillen) – sie halten Krankheitserreger auf

Aufgaben des Immunsystems (u.a.):1

  • Krankheitserreger aufspüren, unschädlich machen und entfernen
  • Schadstoffe aus der Umwelt erkennen und neutralisieren
  • Krankhafte Veränderungen bekämpfen

Doch manchmal ist selbst das stärkste Immunsystem machtlos. Kommt man beispielsweise mit Parasiten wie Zecken, Flöhen, Bandwürmern oder Läusen in Berührung, ernähren sich diese nicht nur von unserem Blut, sondern können auch Krankheitserreger übertragen. Dann kann es zu Erkrankungen wie Malaria, Hirnhautentzündungen oder Borreliose kommen.[2]

Aufbau des Immunsystems – angeborene und erlernte Immunabwehr

Die Bekämpfung der Krankheitserreger findet auf der Haut, im Gewebe und in den Körperflüssigkeiten statt. Dafür stehen zwei eng miteinander verzahnte Systeme zur Verfügung, die angeborene und die erworbene Immunabwehr. Nur wenn alle Komponenten gut aufeinander abgestimmt zusammenarbeiten, ist ein umfassender Schutz vor Erkrankungen möglich.

Angeborene Immunabwehr

Das angeborene Immunsystem reagiert sehr schnell, aber relativ unspezifisch auf die unterschiedlichen Erreger. Daher wird es auch als unspezifisches Immunsystem bezeichnet. Seine Hauptaufgabe besteht darin, Schadstoffe zu bekämpfen, die über die Haut oder das Verdauungssystem in den Körper gelangen. Zu den natürlichen Schutzmechanismen werden daher auch die Haut, Schleimhäute, Tränenflüssigkeit, Urin, Magensäure und Speichel gezählt. Sie bilden den ersten Schutzwall gegen die Gefahr von außen. Unterstützt werden sie von Botenstoffen (Komplementsystem), die ausgeschüttet werden und die Eindringlinge chemisch schädigen können, sowie von sogenannten Fress- bzw. Killerzellen. Fresszellen gehören zu den weißen Blutkörperchen. Sie schließen die Keime ein und „verdauen“ sie, indem sie sie zerlegen. Killerzellen sind darauf spezialisiert, veränderte Körperzellen – wie z.B. Krebszellen – zu erkennen und diese mit Hilfe von Zellgiften aufzulösen.[3],[4],[5]

Erlernte Immunabwehr3,5,[6]

Das erlernte bzw. erworbene oder auch spezifische Immunsystem entwickelt sich im Laufe des Lebens und wird immer dann aktiv, wenn die angeborene Immunabwehr den Erreger nicht vernichten konnte. Es unterscheidet sehr präzise zwischen körpereigenen und körperfremden Strukturen und geht bei Bedarf gezielt gegen Krankheitserreger vor. Zu den Abwehrzellen gehören T-Lymphozyten, B-Lymphozyten und Antikörper.

T-Lymphozyten erkennen beispielsweise von Viren infizierte Zellen und Tumorzellen und zerstören diese. Darüber hinaus aktivieren sie andere Immunzellen und entwickeln, nach Abwehr einer Infektion, Gedächtniszellen. Dadurch kann bei einer zweiten Infektion deutlich schneller reagiert werden.

B-Lymphozyten sind spezialisierte Abwehrzellen, die von den T-Lymphozyten aktiviert werden. Sie können in kurzer Zeit eine große Anzahl an Antikörpern herstellen und bilden ebenfalls im Anschluss Gedächtniszellen aus.

Antikörper wiederum neutralisieren die Krankheitserreger und aktivieren andere Abwehrzellen, die dann ihrerseits bei der Immunantwort helfen. Da sich die spezifische Abwehr immer an die aktuelle Situation anpasst, dazulernt und Gedächtniszellen ausbildet, kann der Körper auch neue oder veränderte Krankheitserreger bekämpfen. Diese Tatsachen machen sich beispielsweise Impfungen zu Nutze.

Der Darm als wichtiger Teil der Immunabwehr

Nicht unterschätzt werden darf unser Darm als wichtiger Teil des Immunsystems. Er leistet deutlich mehr als nur die Nahrung zu verdauen. Drei Faktoren bilden eine funktionelle Einheit, die als Darmbarriere bezeichnet wird: Die Darmschleimhaut, das Darmmikrobiom und das Darm-assoziierte lymphatische Gewebe (engl. „GALT“). Letzteres befindet sich in der Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts und enthält 70% der körpereigenen Immunzellen – so viele, wie sonst nirgendwo im Körper.7 Das Darmmikrobiom besteht aus 100 Billionen unterschiedlicher, gutartiger Bakterien, Viren und Pilze, die sich individuell zusammensetzen.7 Inzwischen weiß man, dass deren individuelle Balance einen großen Einfluss auf die Gesundheit hat. Ein verändertes Mikrobiom wird mit Erkrankungen wie Reizdarmsyndrom, Allergien oder chronischen Magen-Darm-Erkrankungen in Verbindung gebracht. Das Darmmikrobiom beeinflusst zudem erheblich die Reifung und Aufrechterhaltung des Immunsystems. Eine Berliner Forschergruppe hat 2020 erneut bestätigt, dass entscheidende Botenstoffe nicht freigesetzt werden und der Stoffwechsel in bestimmten Zellen des Immunsystems nicht stattfindet, wenn das Mikrobiom nicht effektiv arbeitet.[6], [7]

Ein Grund für ein geschwächtes Mikrobiom kann beispielsweise eine Antibiotika-Therapie sein. Denn Antibiotika wirken nicht nur sehr effektiv gegen krankheitsverursachende Bakterien, sie zerstören leider auch die guten Bakterien im Darmmikrobiom. Es dauert ca. ein halbes Jahr, bis sich der Darm wieder fast vollständig von der Medikamenteneinnahme erholt hat. Einige empfindliche Bakterienarten können auch dauerhaft zerstört werden. Daher kann eine Antibiotika-Einnahme auch das Immunsystem schwächen.[8]

Antibiotika werden vom Arzt bzw. von der Ärztin verordnet, wenn das Krankheitsbild die Einnahme erforderlich macht. Sie sollten selbstverständlich immer mit Bedacht eingesetzt werden. Manchmal lassen sie sich allerdings nicht vermeiden. Dann kann man das Mikrobiom unterstützen, indem man auf Probiotika zurückgreift. Diese enthalten lebende Mikroorganismen (wie z.B. Laktobazillen und Bifidobakterien), die in den Darm gelangen und dort gesundheitsfördernd wirken. So können die negativen Auswirkungen einer Antibiotikatherapie eingedämmt werden.

Starkes Immunsystem – starke Abwehr: Wie funktioniert das Immunsystem?

Zu den Aufgaben des Immunsystems gehört sowohl das Entfernen von Krankheitserregern als auch die Neutralisation von Schadstoffen aus der Umwelt und die Bekämpfung krankhafter Veränderungen wie beispielsweise Krebszellen. Aktiviert wird es, sobald die körperfremden Stoffe an den Abwehrzellen andocken. In der Regel sind das Eiweiße (Antigene), die sich auf den Oberflächen der Bakterien oder Viren befinden. Binden sie an den dafür vorgesehenen Rezeptoren, wird eine ganze Reihe von Prozessen in Gang gesetzt, mit denen sich der Körper zur Wehr setzen kann. Ist das Immunsystem geschwächt, haben es die Erreger deutlich leichter, diesen Abwehrmechanismus des Körpers zu überwinden und sich auszubreiten.

Stress und das Immunsystem

Ein Dauerbrenner für eine beeinträchtigte Immunabwehr ist Stress. Es ist bekannt, dass die Psyche einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden und auch auf die Gesundheit hat. Prof. Norbert Müller von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin erklärte, dass andauernder Stress, z.B. durch Arbeitsüberlastung, familiäre Probleme oder eine andere längere psychische Belastung ein Absinken bestimmter Substanzen des Immunsystems bewirkt, die für die Abwehr von Krankheitserregern benötigt werden.13 Gleichzeitig schüttet der Körper Stresshormone wie Adrenalin, Dopamin und Cortisol aus, die eine effektive Immunantwort ebenfalls verhindern. Bei akutem Stress sind zunächst nur die spezifischen Immunzellen betroffen. Aber sobald sich die Lebenssituation zu chronischem Stress auswächst, teilen sich sowohl die spezifischen Immunzellen langsamer als auch die unspezifischen (weiße Blutkörperchen, Fresszellen und natürliche Killerzellen (NK-Zellen)). Die Folge: Ein geschwächtes Immunsystem.[9],[10]

Neben einer erhöhten Infektanfälligkeit können auch neue Krankheiten und eine Verschlechterung bereits bestehender Erkrankungen begünstigt werden. Psychischer Stress verschlimmert beispielsweise häufig chronisch-entzündliche Erkrankungen wie Asthma, Arthritis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, so der Experte.13

Ursachen eines schwachen Immunsystems

Die Abwehr unseres Körpers ist ein komplexes, gut aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel unterschiedlicher Komponenten. Doch nicht immer funktioniert die Zusammenarbeit reibungslos. Es gibt viele Ursachen, die unser Immunsystem schwächen können und so z.B. zu einer erhöhten Infektanfälligkeit führen.

Gründe dafür können u.a. sein:[11]

  • Einseitige, vitaminarme Ernährung
  • Flüssigkeitsmangel
  • Rauchen
  • zu viel Alkohol
  • Übermäßiges Sonnenbaden
  • Stress
  • Ängste und andere psychische Erkrankungen
  • Extreme körperliche Anstrengungen
  • Größere operative Eingriffe mit Vollnarkose
  • Die Einnahme von Immunsuppressiva, Antibiotika und anderen Medikamenten
  • Diverse Krankheiten

Auch genetische Ursachen können zu einem schwachen Immunsystem führen. Ist ein schwaches Immunsystem erblich bedingt, spricht man von einer angeborenen Immunschwäche. Weltweit sind davon ca. 10 Mio. Menschen betroffen.[12] Häufig bleibt eine Immunschwäche unentdeckt, da es keine charakteristischen Symptome gibt. In der Regel macht sie sich durch wiederkehrende Infekte bemerkbar.

Symptome: Woran erkenne ich ein schwaches Immunsystem?

Ist das Immunsystem erst einmal geschwächt, können Krankheitserreger leichter in den Organismus eindringen. Daher ist vor allem eine erhöhte Infektanfälligkeit ein Anzeichen für ein geschwächtes Immunsystem. Aber auch eher allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Haarausfall, vermehrte allergische Reaktionen, eine verzögerte Wundheilung oder Hautirritationen können auf eine nicht effektiv arbeitende Immunabwehr hindeuten.

Symptome als mögliche Anzeichen einer geschwächten Immunabwehr im Überblick:[13]

  • Allgemeines Krankheitsgefühl
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Chronische Erkrankungen
  • Verzögerte Wundheilung
  • Hautirritationen
  • Verdauungsprobleme
  • Haarausfall
  • Allergien
  • Depressionen

Welche Folgen hat ein geschwächtes Immunsystem?

Wenn das Immunsystem nicht auf der Höhe ist, haben Krankheitserreger leichtes Spiel. Die möglichen Auswirkungen sind vielfältig und können die Lebensqualität deutlich einschränken, z.B.:

  • Erkältungen oder Influenza (= Grippe)
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Harnwegsinfekte
  • Ohrenentzündungen
  • Chronische Müdigkeit
  • Verzögerte Wundheilung
  • Fuß- oder Nagelpilz
  • Scharlach
  • Allergien
  • Autoimmunerkrankungen

Wie man einem schwachen Immunsystem vorbeugen kann14,18

Vorbeugen ist immer besser als heilen, das wussten schon die alten Griechen. Um ein gesundes und starkes Immunsystem zu behalten und einer Immunschwäche vorzubeugen, kann man ganzjährig viel tun. Vor allem sollte man sein Wohlbefinden im Auge behalten. Es ist wichtig, sich regelmäßig Auszeiten vom stressigen Alltag zu gönnen. Stressfaktoren wie z.B. zu viel Arbeit, dauerhafter Lärm und dauerhafter Schlafmangel sollten so weit wie möglich reduziert werden. Körper und Geist sollten regelmäßig zur Ruhe kommen, sodass das Immunsystem seine Arbeit wieder im vollen Umfang aufnehmen kann. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft stärkt die Abwehrkräfte und fördert die Bildung des Sonnenvitamins, Vitamin D. Eine gesunde Ernährung sorgt dafür, dass dem Körper ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe zugeführt werden. Vergessen Sie dabei nicht, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Unser Körper besteht zum Großteil aus Wasser. Durch Schwitzen und Stoffwechselvorgänge verliert er regelmäßig Flüssigkeit, die ihm wieder zugeführt werden muss. Geeignet sind Wasser oder ungesüßte Tees. Der Verzicht auf Nikotin sollte bei einer gesunden Lebensweise selbstverständlich sein. Auch Alkohol sollte nicht bzw. nur in Maßen konsumiert werden. Genügend erholsamer Schlaf mit einer guten Schlafhygiene runden die vorbeugenden Maßnahmen sinnvoll ab.

Vorbeugende Maßnahmen auf einen Blick:

  • Ausgewogene Ernährung
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • Regelmäßige Bewegung
  • Stressreduzierung
  • Gesunder Schlaf
  • Nikotinverzicht
  • Alkoholkonsum einschränken

Es ist nie zu spät – Maßnahmen, die das Immunsystem wieder aufbauen

Doch auch, wenn das Immunsystem bereits geschwächt ist, muss man nicht verzweifeln. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die Immunabwehr effektiv zu stärken. Dazu gehören Hausmittel und unterschiedliche Sportarten genauso wie gesunde Ernährung und ergänzende Tipps.[14],[15]

Konkrete Tipps bei Erkältungen

Wenn die Nase verstopft ist, der Kopf dröhnt, der Hals kratzt – dann ist eine Erkältung im Anmarsch. Oder doch eine Grippe? Unterscheiden lassen sich die beiden viralen Erkrankungen anhand ihres Verlaufs. Eine lästige, aber harmlose Erkältung beginnt meist schleichend mit Niesen, wässrigem Schnupfen und Halsschmerzen. Innerhalb von ein bis zwei Wochen sind die Symptome in der Regel wieder abgeklungen. Eine Grippe hingegen tritt sehr plötzlich auf mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen. Die Symptome bleiben auch häufig 14 Tage oder länger bestehen.[16]

Hat Sie eine Erkältung erwischt, dann sollten Sie sich auf jeden Fall Ruhe gönnen und viel Flüssigkeit zu sich nehmen.

Geeignet sind vor allem:

  • Wasser
  • (Kräuter-)Tees
  • heiße Zitrone
  • heiße Milch mit Honig
  • Auch ein Erkältungsbad kann wohltuend sein

Verzichten Sie auf Sport, gehen Sie aber ruhig an der frischen Luft spazieren. Dabei sollten Sie darauf achten, warm gekleidet zu sein.

Regelmäßiges Inhalieren befeuchtet die Atemwege und lindert die Erkältungsbeschwerden.

Zum Beispiel können Sie ein paar Löffel Kochsalz oder ein paar Tropfen von ätherischen Ölen wie...:

  • Kamille
  • Minze
  • Eukalyptus

...in kochendem Wasser auflösen und den aufsteigenden Dampf inhalieren.

Inhalationen sind jedoch nicht für jeden geeignet: Asthmatiker, Schwangere, Menschen mit entzündlichen Hauterkrankungen, niedrigem Blutdruck oder anderen Kreislaufproblemen sollten sich vorher ärztlich beraten lassen.

Lebensmittel für ein starkes Immunsystem

Alles, was wir essen und trinken, beeinflusst unser Immunsystem. Daher sollten wir auf eine möglichst ausgewogene und vielseitige Ernährung achten.

Um optimal arbeiten zu können, benötigt ein gesundes und starkes Immunsystem eine Reihe unterschiedlicher Mikronährstoffe:

  • Vitamin A
  • diverse B-Vitamine
  • Vitamin C, D3 und E

Daneben sind Mineralstoffe wie Folsäure, Magnesium, Zink, Kupfer, Eisen und Selen notwendig, um die Abwehr von Krankheitserregern zu unterstützen. Ballaststoffe sorgen neben Probiotika für ein gesundes Darmmikrobiom. Achten Sie daher auf eine bunte Mischung auf Ihrem Teller. Neben Gemüse und Obst sollten darauf auch Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse zu finden sein.16

Diese Lebensmittel stärken das Immunsystem 20,[17],[18]

Nährstoff bzw. SubstanzEffektLebensmittel mit hohem Nährstoffgehalt
Aminosäuren (= Bausteine von Eiweißen)Unterstützung vieler Stoffwechselprozesse, BotenstoffLinsen, Nüsse, Bohnen, Brokkoli, Milchprodukte, Eier, Fleisch, Fisch
EisenVerringerung von Müdigkeit; trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel, Immunsystem, Sauerstofftransport und zur Zellteilung bei

Vollkorngetreide, Vollkornreis, Mais, Hülsenfrüchte und Sojaprodukte, dunkles Fleisch, Innereien

Hinweis: Bei den pflanzlichen Beispielen besteht eine geringere Bioverfügbarkeit als bei den tierischen Beispielen; wiederum steigert Vitamin C die Bioverfügbarkeit

Folat / FolsäureFür die normale Funktion von Immunsystem, Hormontätigkeit, Homocystein-Stoffwechsel, Blutbildung, Aminosäuresynthese und Psyche; trägt zur Verringerung von Müdigkeit und zur Zellerneuerung bei; relevant für das Wachstum des mütterlichen Gewebes während der SchwangerschaftGrünes Gemüse wie Spinat, Salate, Tomaten, Hülsenfrüchte, Nüsse, Orangen, Sprossen, Weizenkeime, Petersilie, Gartenkresse, Sonnenblumenkerne, Leber, Eier
KupferRelevant für wesentliche Stoffwechselfunktionen und für eine normale Funktion des Immunsystems, Schutz vor dem Angriff freier Radikale (= oxidativer Stress)Nüsse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Kakao, Innereien, Fisch
SelenSchutz vor dem Angriff freier Radikale, Erhalt von Haaren und Nägeln; trägt zu einem normalen Immunsystem und einer normalen Schilddrüsenfunktion beiParanüsse, Pilze, Kohlgemüse wie z.B. Brokkoli und Weißkohl, Hülsenfrüchte wie z.B. Linsen, Knoblauch, Zwiebeln, Meeresfrüchte, Fleisch, Eier, Fisch
Vitamin ARelevant für Haut, Schleimhäute und Sehkraft; trägt zu einem normalen Eisenstoffwechsel, Immunsystem und einer normalen Schilddrüsenfunktion bei; wichtig für die ZellspezialisierungKarotten, Süßkartoffeln, Kürbis, roter Paprika, Spinat, Grünkohl, Feldsalat, Honigmelone, Aprikosen, Mango, Petersilie, Dill, Leber, Milchprodukte wie z.B. Camembert, Eier, Aal
Vitamin B6Für die normale Funktion von Immunsystem, Energiestoffwechsel, Nervensystem, Hormontätigkeit, Homocystein-Stoffwechsel und Psyche; trägt zur Verringerung von Müdigkeit und zur Bildung von roten Blutkörperchen beiNüsse, Vollkorngetreide, Kartoffeln, Tomaten, roter Paprika, Karotten, Leber, Fleisch, Fisch
Vitamin B12Für die normale Funktion von Immunsystem, Energiestoffwechsel, Nervensystem, Hormontätigkeit und Psyche; trägt zur Verringerung von Müdigkeit und zur Bildung von roten Blutkörperchen bei; hat eine Funktion bei der ZellteilungSauerkraut, fermentierte Sojaprodukte, Sanddornbeeren, Leber, Fleisch, Eier, Milchprodukte, Fisch
Vitamin CSchutz vor dem Angriff freier Radikale; für die normale Funktion von Immunsystem, Energiestoffwechsel, Nervensystem, Psyche und Kollagenbildung; trägt zur Verringerung von Müdigkeit und zur Aufnahme von Eisen beiHagebutten, schwarze Johannisbeeren, Paprika, Kartoffeln, Brokkoli, Orangen, Kiwi, viele weitere Obst- und Gemüsesorten
Vitamin DFür die normale Funktion von Immunsystem, Energiestoffwechsel, Nervensystem und Psyche; trägt zur normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor bei, zum Erhalt von Knochen, Muskelfunktion und Zähnen; hat eine Funktion bei der Zellteilung

Top-Lieferant von Vitamin D: Sonnenlicht

Eigelb, Leber, Hering, Lachs, Thunfisch, Makrele und Avocado

Vitamin ESchutz vor dem Angriff freier Radikale; trägt zur normalen Funktion des Immunsystems beiWeizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Distelöl, Rapsöl, Olivenöl, Leinsamen, Ölsardinen, Roggen, Vollkornprodukte, Nüsse, Mandeln, Süßkartoffeln, Obst wie z.B. Mango und schwarze Johannisbeeren, Gemüse wie z.B. Paprika und Avocado, Fisch
ZinkUnterstützt das körpereigene Abwehrsystem: Trägt zu einem normalen Säure-Basen-, Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel bei, zum Erhalt von normalen Knochen, Haaren, Nägel, Haut und Testosteronspiegel; hat eine Funktion bei der ZellteilungKürbiskerne, Nüsse, Haferflocken, Leinsamen, Kidneybohnen, Fleisch, Geflügel, Innereien, Hartkäse, Eier, Schalentiere, Fisch

Sport für eine gesunde Immunabwehr

Regelmäßige Bewegung und moderater Sport können das Immunsystem auf gleich mehrfache Weise stärken. Sportarten wie Walken, Joggen oder Radfahren unterstützt die Sauerstoffsättigung im Blut, die Bildung von Vitamin D und senken den Pegel des Stresshormons Cortisol. Cortisol kann ebenfalls durch Entspannungstechniken wie Yoga, Tai-Chi oder Qigong reduziert werden. So trägt regelmäßiger Sport auch zur Vermeidung von Stress bei. Bei starker Überanstrengung steigt jedoch kurzfristig das Risiko für einen Infekt der oberen Atemwege.15

Diese Sportarten eignen sich für eine starke Immunabwehr15,[19], [20]

SportartAuswirkung auf das Immunsystem
Walken

 

Verbesserte Sauerstoffsättigung im Blut, Bildung von Vitamin B, Senkung von Cortisol, Aktivierung der Immunzellen

 

Radfahren
Joggen
Schwimmen
Wassergymnastik
MeditationPositive Beeinflussung des Entzündungsgeschehens, der zellvermittelten Immunantwort und der Enzymaktivität
YogaReduktion von Cortisol
Tai-ChiReduktion von Cortisol
QigongReduktion von Cortisol

Hausmittel 

Ein wichtiges Fundament für ein gesundes Abwehrsystem ist der Stoffwechsel. Ist dieser eingeschränkt, laufen auch viele Immunantworten nur gehemmt ab. Daher sollte der Stoffwechsel durch ausreichend Flüssigkeit, Proteine und einen erholsamen Schlaf leistungsfähig gehalten werden.

Diese Hausmittel stärken das Immunsystem:

  • Ausreichend trinken
  • Eine eiweißreiche Ernährung
  • Auf genügend Schlaf achten
  • Auf witterungsgerechte Kleidung achten
  • Hühnerbrühe

Ergänzende Tipps

Um die körpereigene Abwehr nachhaltig zu stärken, sollte auch die Freude im Leben nicht zu kurz kommen. Lachen stärkt das Immunsystem nachweislich und gute Laune tut dem gesamten Körper gut, denn unter anderem wird dabei das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet. Lachen ist ein natürliches Gegengift bei Stress – die Produktion von Stresshormonen wird gebremst. Das Schmerzempfinden wird verringert. Die Muskeln entspannen und die Aktivität der Abwehrzellen (T-Zellen und Natürlichen Killerzellen) erhöht sich.[21]

Auch Singen hebt die Stimmung und senkt den Stresspegel.

Regelmäßige Wechselduschen und Saunagänge kurbeln den Stoffwechsel zusätzlich an. Der Wechsel zwischen heiß und kalt sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen bzw. weiten. Das fördert die Durchblutung und erhöht auf Dauer die Anzahl an Immunzellen.

Übersicht – welche Tipps für das Immunsystem helfen wann?16,17,18,19

Kurzfristige Stärkung des Immunsystems

Tipp zur Stärkung des ImmunsystemsAufwand
Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln              Gering
LachenGering
SingenGering
SaunagangModerat
HühnerbrüheModerat
Schonendes SonnenbadModerat / je nach Jahreszeit
Spaziergang in der NaturModerat
Warm anziehenGering

Langfristige Stärkung des Immunsystems

Tipp zur Stärkung des ImmunsystemsAufwand
WechselduschenGering
Ausgewogene ErnährungModerat
Ausreichend SchlafModerat
Regelmäßig Sport & BewegungModerat bis hoch
StressreduktionModerat bis hoch
Stärkung des Darm-MikrobiomsModerat

Immunsystem bei Erkältung unterstützen

Tipp bei ErkältungAufwand
Viel RuheGering
Viel FlüssigkeitGering
InhalierenGering
Leichte, vitaminreiche Kost mit hohem MikronährstoffgehaltModerat bis hoch
Mit leicht erhöhtem Oberkörper schlafenGering
Luftfeuchtigkeit erhöhenGering
Warm haltenGering

Zusammenfassung – 7 Tipps für ein starkes Immunsystem

  • Schleimhäute schützen. Täglich mindestens eineinhalb bis zwei Liter trinken. Beheizte Räume mehrmals pro Tag kräftig durchlüften. So bleiben die schützenden Schleimhäute in den Atemwegen nicht auf dem Trockenen sitzen.
  • Bewegt bleiben. Mindestens dreimal pro Woche eine halbe Stunde walken, Schwimmen, Radfahren, tanzen oder Aqua-Jogging treiben. Das reicht schon, um die Abwehr zu stärken. Aber nicht überanstrengen, sonst gewinnen Stress-Hormone die Oberhand. Zudem ist es gerade im Winter wichtig, beim Sport im Freien immer durch die Nase ein- und durch den Mund wieder auszuatmen. So kommt die kühle Luft bereits gut vorgewärmt in die Lunge.
  • Regelmäßig abschalten. Ob beim Yoga, autogenen Training, Lesen, Kuscheln mit dem Partner oder Kochen mit Freunden: alles, was entspannt, baut abwehrschwächende Stress-Hormone ab.
  • Sauna besuchen. Der Wechsel von Wärme- und Kältereizen trainiert den Organismus mit Temperaturschwankungen besser umzugehen.
  • Ausreichend schlafen. Ob acht oder nur sechs Stunden Schlaf pro Tag für ihn genug sind, das sollte jeder selbst austesten. Wichtig ist, morgens erholt aufzuwachen. Wer sich immer wie gerädert fühlt, macht etwas falsch.
  • Ausgewogen ernähren. Eine ausgewogene, vitaminreiche Kost (viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, zweimal pro Woche Seefisch, mehr pflanzliche als tierische Fette) ist gut für die Abwehr.
  • Lange lachen. Ja, das ist durchaus ernstgemeint. Auch Lachen stärkt die Abwehr, es muss noch nicht mal von Herzen kommen. Je länger und je öfter man es tut, desto besser. Warum also nicht mal wieder eine schöne Komödie schauen?

Immunsystem und Nahrungsergänzungsmittel

Gerade in Phasen großer Belastung ist es nicht immer möglich, den Nährstoffbedarf über einen gesunden Lebensstil auszugleichen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt täglich zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse um den täglichen Bedarf an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und bioaktiven Stoffen zu decken.[22] Doch obwohl den meisten Deutschen eine gesunde Ernährung wichtig ist, gaben vier von fünf Personen in einer repräsentativen Umfrage durch TNS Infratest an, dass sie diese Mengen nicht erreichen.[23] Rezeptfreie Nahrungsergänzungsmittel zur Stärkung des Immunsystems - wie z.B. Wobenzym Immun - aus der Apotheke können dann wertvolle Hilfe leisten.

Bei welchen Krankheiten muss das Immunsystem zusätzlich gestärkt werden?

Es ist selten Glückssache, ob eine Erkältungswelle spurlos an einem vorübergeht, oder ob man Infektionen „magisch anzieht“. Bestimmte Personengruppen sind anfälliger für ein geschwächtes Immunsystem als andere.

Risikogruppen für ein geschwächtes Immunsystem:

  • Säuglinge und Kleinkinder, deren Immunsystem noch nicht ausgereift ist
  • Ältere Menschen, deren Immunsystem nicht mehr optimal arbeitet
  • Menschen jeden Alters mit chronischen Erkrankungen
  • Menschen, die sich einer immunsuppressiven Therapie unterziehen
  • Menschen mit Krebserkrankungen unter Chemo- oder Strahlentherapie
  • Menschen mit angeborenen Immundefekten

Krebs: Eine besondere Herausforderung für das Immunsystem

Krebszellen sind entartete, also veränderte Körperzellen, die eigentlich von den Killerzellen des angeborenen Immunsystems erkannt und zerstört werden. Doch das passiert nicht. Warum nicht? Forscher haben herausgefunden, dass Tumorzellen Mechanismen entwickelt haben, um vom Immunsystem unerkannt zu bleiben. Inzwischen konnten erste Therapien, sogenannte Immuntherapien, entwickelt werden, die diese Mechanismen aufheben und Krebszellen für das Immunsystem wieder sichtbar machen.21 Dann kann die körpereigene Abwehr wieder wie gewohnt ablaufen. Doch diese Behandlungsmöglichkeiten sind noch nicht für alle Krebsarten einsetzbar. Nach wie vor gehört die Chemotherapie zu der am häufigsten eingesetzten Waffe gegen den Krebs. Die verabreichten Medikamente unterdrücken die Zellteilung, sodass sich die Tumorzellen nicht mehr vermehren können. Allerdings trifft das auch auf die Abwehrzellen des Immunsystems zu. Daher wird das Immunsystem geschwächt. Um das Risiko einer Infektion zu senken, sollten genaue Hygienevorschriften eingehalten werden. Dazu gehört beispielsweise das Vermeiden von großen Menschenansammlungen oder ein Besuch von erkrankten Familienmitgliedern. Darüber hinaus sollte das Immunsystem genauso gestärkt werden, wie es bei gesunden Menschen empfehlenswert ist – mit einer ausgewogenen Ernährung, regelmäßiger Bewegung, ausreichend Schlaf und Möglichkeiten der Entspannung.16,[24],[25]

Autoimmunerkrankungen – kann das Immunsystem auch zu stark sein?

Da einige körpereigene Zellen ebenfalls über Oberflächeneiweiße verfügen, kann es allerdings auch passieren, dass ein überaktives, also ein „zu starkes“ Immunsystem diese fälschlicherweise als Krankheitserreger einstuft und den Abwehrmechanismus startet. In diesem Fall spricht man von einer Autoimmunreaktion. Weltweit sind ca. 5-8% der Bevölkerung von einer überschießenden Immunantwort betroffen.5 Zu den häufigsten der ungefähr 100 verschiedenen Autoimmunerkrankungen zählen u.a. Multiple Sklerose, Diabetes mellitus Typ 1, Rheumatoide Arthritis, Hashimoto Thyreoiditis sowie entzündliche Darmerkrankungen.[26]

Reagiert das Immunsystem über, wird gesundes Gewebe angegriffen. Haut, Knochen, Organe oder Nervenzellen sind dann permanent entzündet. Die Ursachen für das Auftreten von Autoimmunerkrankungen sind sehr komplex. Aufgrund beispielsweise von Stress, Viren, Bakterien, Umwelteinflüssen oder besonderen Situationen wie einer Schwangerschaft, ist das immunologische Gleichgewicht gestört. Unspezifische Symptome wie Schmerzen, Fieber oder Durchfall sind zu Beginn der Erkrankung dann die Folge. Diagnostiziert wird eine Autoimmunerkrankung anhand von unterschiedlichen Blut- und Gewebeuntersuchungen, dem Autoantikörper-Screening.[27]

Die Behandlung zielt darauf ab, das Gleichgewicht im Immunsystem wieder herzustellen. Das ist allerdings gar nicht so einfach, da noch nicht alle Vorgänge bis ins Detail bekannt sind. Einen Schwerpunkt der Therapie bilden in der Regel Medikamente, die auf das Immunsystem wirken, sogenannte Immunsuppressiva. Diese unterdrücken jedoch die Arbeit des gesamten Immunsystems, sodass die Betroffenen dann u.a. anfälliger sind für Infektionen. Auf diesem Gebiet wird aktuell intensiv geforscht, um die Behandlungsoptionen zu erweitern und eine noch gezieltere und verträgliche Therapie zu entwickeln.3,12

Häufige Autoimmunerkrankungen auf einen Blick:11

  • Multiple Sklerose
  • Diabetes mellitus Typ 1
  • Morbus Crohn
  • Colitis ulcerosa
  • Zöliakie
  • Hashimoto Thyreoiditis
  • Rheumatoide Arthritis

Immunsystem und Kortison – Fluch oder Segen?

Kortison übernimmt eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben im Körper. Es steuert den Wasser-Elektrolyt-Haushalt und sichert die Herzkreislauffunktion. Darüber hinaus verlangsamt es die Zellteilung und wirkt immunsuppressiv.  Das bedeutet, dass die normale Reaktion des Immunsystems gehemmt wird. Das ist in manchen Situationen notwendig, z.B. nach einer Transplantation, damit das neue Organ nicht vom Körper abgestoßen wird. Nach mehr als 50 Jahren Entwicklung sind die verschiedenen Therapieformen mit dem körpereigenen Hormon mittlerweile fein ausgeklügelt. Gezielt eingesetzt wirken die modernen Kortisonpräparate genau dort, wo sie benötigt werden. So kann das Risiko von Nebenwirkungen deutlich verringert werden.[28]

Weitere Krankheiten, die im Zusammenhang mit einem geschwächten Immunsystem stehen:11

  • Gürtelrose
  • Lupus
  • Neurodermitis
  • Psoriasis
  • Morbus Crohn
  • Colitis ulcerosa
  • Zöliakie
  • Hashimoto Thyreoiditis
  • Rheumatoide Arthritis
  • Erkältungen oder Influenza
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Harnwegsinfekte
  • Ohrenentzündungen

Pflichthinweise für Wobenzym immun:

Wobenzym immun Nahrungsergänzungsmittel Enzymkombination mit Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen für Immunfunktion und Zellschutz.

Zutaten: Füllstoff Cellulose; beta-Glucane aus Saccharomyces cerevisiae; Papain; Vitamin C; Füllstoff Hydroxypropylcellulose; Traubenkern-Extrakt (Polyphenole); Bromelain; Quercetin; Vitamin E; Zinkcitrat; Trennmittel Fettsäuren, Magnesiumsalze von Speisefettsäuren und Siliciumdioxid; mittelkettige Triglyceride; Überzugsmittel Natriumalginat; Hydroxypropylmethylcellulose, Ethylcellulose, Polydextrose und Talkum; Maltodextrin; Gelatine; Stärke; Zucker; Farbstoff Titandioxid; Aroma; Natriumselenit; Vitamin D3.

Allergiker-Hinweis: Dieses Produkt enthält Stoffe aus Ananas und Papaya. Wobenzym immun ist laktosefrei (ohne Milchzucker)

Quellen


[1] https://www.allergieinformationsdienst.de/immunsystem-allergie/grundlagen-des-immunsystems.html (letzter Zugriff am 05.04.2021)

[2] https://www.infektionsschutz.de/infektionskrankheiten/erregerarten/parasiten.html (letzter Zugriff am 05.04.2021)

[3] https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/infektionen-und-immunsystem-6443.php (letzter Zugriff am 11.03.2021)

[4] https://flexikon.doccheck.com/de/Immunsystem (letzter Zugriff am 11.03.2021)

[5] https://www.amboss.com/de/wissen/Immunsystem (letzter Zugriff am 11.03.2021)

[6] https://flexikon.doccheck.com/de/Darmassoziiertes_lymphatisches_Gewebe (letzter Zugriff am 13.03.2021)

[7] Schaupp L, Muth S, Rogell L et al. Microbiota-induced type I interferons instruct a poised basal state of dendritic cells. Cell 2020; 181(5):1080-1096. doi: https://doi.org/10.1016/j.cell.2020.04.022

[8] https://www.internisten-im-netz.de/aktuelle-meldungen/aktuell/wie-sich-die-darmflora-nach-antibiotika-einnahme-erholt.html (letzter Zugriff am 13.03.2021)

[9] https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/ratgeber-archiv/meldungen/article/chronischer-stress-schwaecht-das-immunsystem/ (letzter Zugriff am 13.03.2021)

[10] https://www.aerzteblatt.de/archiv/35552/Psychoneuroimmunologie-Stress-erhoeht-Infektanfaelligkeit (letzter Zugriff am 13.03.2021)

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[14] https://www.bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungswissen/gesundheit/das-immunsystem-staerken/ (letzter Zugriff am 14.03.2021)

[15] https://www.aerzteblatt.de/archiv/9761/Sport-und-Immunsystem (letzter Zugriff am 14.03.2021)

[16] https://www.ikk-classic.de/gesund-machen/leben/grippe-oder-erkaeltung (letzter Zugriff am 14.04.2021)

[17] Amtsblatt der Europäischen Union, Verordnung (EU) Nr. 432/2021; 16.05.2012

[18] https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/folat/?L=0 (letzter Zugriff am 16.04.2021)

[19] https://www.deutsche-familienversicherung.de/krankenhauszusatzversicherung/ratgeber/artikel/immunsystem-staerken-hausmittel-alternative-heilmethoden-und-ernaehrungstipps/ (letzter Zugriff am 14.04.2021)

[20] https://www.krankenkassenzentrale.de/wiki/immunsystem-sport# (letzter Zugriff am 14.04.2021)

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[22] https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/5-am-tag/?L=0 (letzter Zugriff am 14.04.2021)

[23] https://www.wolz.de/fileadmin/user_upload/Allgemein/Studie_ObstundGemueseverzehr.pdf (letzter Zugriff am 03.05.2021)

[24] https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/grundlagen/immunsystem.php (letzter Zugriff am 14.03.2021)

[25] https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/immuntherapie-kann-das-immunsystem-krebs-bekampfen-7033.php (letzter Zugriff am 14.03.2021)

[26] https://www.imd-berlin.de/spezielle-kompetenzen/autoimmunshyerkrankungen.html (letzter Zugriff am 12.03.2021)

[27] https://www.leading-medicine-guide.de/erkrankungen/blut-immunsystem/autoimmunerkrankung (letzter Zugriff am 13.04.2021)

[28] https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/cortison-nutzen-notwendigkeit-und-nebenwirkungen/ (letzter Zugriff am 14.03.2021)